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So arbeitet SERPAF
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Albert Schweitzer sagte einmal "Es gibt keinen großen Fortschritt, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt."
Die Not in den Randbezirken von Sete Lagoas, und hier insbesondere die mangelhafte schulische Ausbildung und fehlende berufliche Perspektiven für die Jugendlichen, bestätigen und erfordern das
Engagement der Einrichtung SERPAF in Sete Lagoas und dem sich anschließenden Umfeld. Hier wird im
Bereich der Armutsbekämpfung eine effektive und effiziente Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unter Einbindung und Berücksichtigung der Bedürfnisse der Familien geleistet.
In der christlich ausgerichteten Einrichtung finden etwa 650 Kinder und Jugendliche aus den ärmsten Familien unbürokratisch liebevolle Zuwendung, täglich eine warme
Mahlzeit und eine altergemäße Förderung. Sie sind zwischen 18 Monaten und 16 Jahren alt. Die Kinder werden in altersgemäße Gruppen eingeteilt und entsprechend gefördert.
Bei den Kleinsten wird besonders auf Motorik, Sprache und soziales Verhalten Wert gelegt. Im Vorschulalter werden die Grundlagen für die spätere schulische Bildung vermittelt.
Schulkinder festigen das Erlernte und arbeiten begeistert in Arbeitsgemeinschaften wie Theater, Sport, Musik und Kunst mit. Bei den Schulkindern wird besonderer Wert auf soziale
Kompetenz, politisches Interesse und Eigeninitiative gelegt. Die Kinder sollen ermutigt und befähigt werden, ihr Leben
losgelöst von den Clischees des Elternhauses selbst in die Hand zu nehmen und Änderungen herbeizuführen. Das ist das wichtigste Ziel der Arbeit.
Außerdem werden für die Jugendlichen berufsbildende Kurse wie Nähen,
Kochen, Krankenpflege, Umgang mit Computern, Gartenbau und Schreinern in kleineren Gruppen angeboten. Auch die Familien werden unterstützt und in die Arbeit mit einbezogen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Alphabetisierung von Frauen und in der Gesprächs- und Diskussionsanleitung. So werden die Menschen angeregt, Lösungen für ihre Probleme gemeinschaftlich zu
erarbeiten und zu selbstbewussten Bürgern zu werden, die für ihre Rechte eintreten können. Ein weiterer Schritt war die Gründung einer Gruppe: "Cooperativa de
Produção Artesanal Dona Helena Branco" = „Kooperative zur Herstellung von Kunstgewerbe Dona Helena Branco“ (Gründerin von SERPAF). Hierin haben sich mit Unterstützung von SERPAF rund 30 Familien
zusammengeschlossen. Hergestellt werden Salzgebäck und Teigwaren, Holzarbeiten und Textilien. Schon heute kann man sagen, dass eine wesentliche Besserung der
Lebenssituation der angeschlossenen Familien auch finanziell erreicht werden konnte; für die Kinder eine solidere Lebensgrundlage.
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