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Neben der partnerschaftlichen Zusammenarbeit liegt verständlicherweise ein Schwerpunkt darin, Spendengelder zu sammeln, um die Arbeit in Brasilien auch finanziell stützen zu können, ja oftmals überhaupt sicher zu stellen. Kollekten und Spenden anlässlich runden Geburtstagen, Trauungen, Taufgottesdiensten oder auch ganz spontan bilden die Grundlage der finanziellen Hilfe. Seit einigen Jahren spenden viele Mitarbeiter der Werdener Krankenhausgemeinschaft Kliniken Essen-Süd ihre Restcentsbeträge (das Geld, was auf der
Lohnabrechung hinterm Komma steht) für SERPAF. Ein gutes Beispiel dafür, dass es nicht immer große Beträge sein müssen. Übers Jahr gesehen kam so 2006 ein Betrag von über 600 € zusammen. So startete der Kindergarten Rummelpott auf Initiative seines Fördervereins einen Charity Walk für die Kleinsten. Sie erliefen damit einen Betrag von 250 € für die Kinder in Brasilien. Außerdem unterstützt das Mariengymnasium Werden, Mädchengymnasium im Bistum Essen, aktiv das Projekt SERPAF, welches zum sozialen Schulprojekt geworden ist. Aktionen der Gemeinden, wie die Durchführung eines Oekumenischen Gemeindefestes zugunsten von SERPAF, die jährlich stattfinden Adventsbasare, Gottesdienste zum Thema “Eine Welt”, Feiern zum Erntedankfest, Benefizkonzerte, große und kleine Aktionen in Zusammenarbeit mit dem Mariengymnasium, spontane Aktionen Werdener Kinder, die Unterstützung von Werdener Geschäftsleuten…., All diese Aktivitäten tragen dazu bei ,dass das bei SERPAF sinnvoll geholfen werden kann. Jedes Jahr zeichnet die Werdener Künstlerin Angela Leise einen Adventskalender für Erwachsene, dem jeweils auf der Titelseite ein Werk eines großen Meisters zugrunde legt, dass sie auf ihre Art darstellt. Hinter den 24 Türchen verstecken sich liebevoll gestaltete winzige Motive, in denen immer wieder Weihnachtsmann und Engelchen in unterschiedlichsten Situationen auftauchen.
Von diesem Kalender wurden knapp 1000 Stück verkauft Die Capoeira Capoeira ist ein Kampftanz, der aus Brasilien zu uns kommt. Angolanische Sklaven hatten ihn mitgebracht. Obwohl das Ausüben der Capoeira nach der Abschaffung der Sklaverei verboten wurde, entwickelte sie sich weiter und wurde von der armen Bevölkerung zu vielen Gelegenheiten gespielt. Erst in den 30iger Jahren gelang es, die Politiker von der Kraft und Wirkung der Capoeira zu überzeugen und zu erreichen, dass das Verbot aufgehoben wurde. Die Capoeira bezieht ihre Kraft und Energie aus der Musik. Die Musiker und alle weiteren Capoeiristas bilden einen Kreis, die Roda. Sie begleiten die Spielenden mit Gesang, Klatschen und Instrumenten.
Ziel ist nicht, den Anderen zu “besiegen” sondern im Zusammenspiel von geistiger und körperlicher Geschicklichkeit und Schnelligkeit in ein Wettspiel einzutreten. Die Bewegungen erfordern außerordentliche Geschwindigkeit, großes Geschick und Beweglichkeit. Capoeira ist inzwischen auch als Sportart angesehen und akzeptiert. In Brasilien praktizieren schon die Kleinsten Capoeira. Der Tanz vermittelt den Kindern ein Gefühl von Stärke und nimmt ihnen die Hilflosigkeit angesichts der körperlichen Gewalt. Sie hilft ihnen, zu selbstbewussten Erwachsenen zu werden. Die Musik, das Singen und das Klatschen sind die verbindenden Elemente der Capoeira. Sie vermitteln Zusammengehörigkeitsgefühl und Lebensfreude. Am Projekttag des Mariengymnasiums am Buß- und Bettag 2003 fand ein Capoeira-Workshop unter der Leitung von Manjado, der eine Capoeira-Gruppe in Köln leitet, in der Schule statt. Im Frühjahr 2004 gab es im Haus Fuhr einen Capoeira-Kurs und inzwischen hat sich die Gruppe in einem Steeler Sportverein fest etabliert. Bei SERPAF spielen die Kinder und Jugendlichen in den Pausen regelmäßig Capoeira, andere gruppieren sich um die Spieler und singen und klatschen dazu. Es gibt in Sete Lagoas auch eine Capoeira-Schule. Dort lernen die deutschen Mädchen, die bei SERPAF ihr freiwilliges soziales Jahr machen, diese interessante Sportart und knüpfen dort auch Kontakte zu Jugendlichen aus Sete Lagoas.
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