Friedensdienst bei SERPAF
 

Bericht von Sophia Deck

Bericht von Viola Rebekka Kammertöns

Ostern in Brasilien

SERPAF-Kinder kämpfen mit der Zahnbürste gegen Karius und Baktus an

Die örtliche Zeitung Jovens jornalistad berichtete über den Friedensdienst von Sophia Deck und Rebekka Kammertöns

Freiwilliges soziales Jahr bei SERPAF

Seit 2006 ist SERPAF ein Partner des Freiwilligen Friedensdienstes der evangelischen Kirche in Rheinland.

Der FFD  (Freiwilliger Friedensdienst – anerkannt als Zivildienst) ist ein öffentlicher Einsatz für Frieden und Völkerverständigung. Er gibt auch jungen Frauen die Möglichkeit, ein freiwilliges soziales Jahr im Ausland zu verbringen. www.aktiv-zivil.de.

Jugendliche, die sich für diesen Dienst im Ausland interessieren, nehmen an Orientierungstagen teil, in denen sie sich über die Voraussetzungen, Ziele und die angebotenen Projekte informieren.

Eingebettet ist diese Jahr in eine Vorbereitungswochenende, einen 15-tägigen Ausreisekurs, mit einer länderspezifischen Vorbereitung, ein Zwischenseminar im Gastland und einen Rückkehrerkurs.

Die Finanzierung erfolgt über die ev. Kirche im Rheinland. Jeder Teilnehmer ist verpflichtet, einen persönlichen Trägerkreis aufzubauen,  der den Einsatz finanziell und auch ideell unterstützt. Im Gegenzug bekommt jeder Spender regelmäßig einen Bericht zugesandt.

Im August 2006 begannen Katharina Runnebom aus Essen und Mientje Wilts aus Bad Godesberg ihren schwierigen Einsatz in Sete Lagoas. Schwierig – weil es auch für SERPAF das erste Mal war, dass aus Deutschland Menschen kamen, die anpacken wollten und nicht nur einen Eindruck von der Einrichtung gewinnen wollten.

Mientje Wilts und Katharina Runnebom leisteten in Sete Lagoas eine großartige Pionierarbeit

Hoch motiviert und mit großem Einsatz verlebten die beiden jungen Frauen dieses Jahr in Brasilien und kamen voll mit neuen Eindrücken und Lebenserfahrungen Ende August 2007 nach Deutschland zurück.

Anlässlich des Buß- und Bettag-Schulgottesdienstes des Mariengymnasiums hatten Katharina und Mientje Gelegenheit, den Marienschülerinnen von ihren Erfahrungen und Erlebnissen zu berichten.

Ihre Rundbriefe geben einen sehr guten Einblick in die Erfahrungen, die die jungen Menschen in Brasilien gemacht haben:   Bericht Mientje Wilts   Berichte Katharina Runnebom

Abgelöst wurden Katharina und Mientje von Sophia Deck und Viola Kammertöns aus Essen..

Viola und Sophia bereiteten sich ein halbes Jahr auf ihren Einsatz in Brasilien vor.

Schwerpunkt  war das Erlernen der portugiesischen Sprache mit besonderer brasilianischer Ausrichtung.

Aber auch ein Volontariat bei den WERDENER Nachrichten, Interviews, Vorstellungsgottesdienste, Backkurs in der Backstube der Bäckerei Peter, dem ein Sonderverkauf in der Werdener Filiale des Bäcker Peter auf der Heckstraße in Werden folgte (der Erlös der Backwaren war für das SERPAF Projekt bestimmt) gehörten mit zur Vorbereitung für den Einsatz in Sete Lagoas.

Seit Anfang September 2007 sind Sophia und Viola nun bestens vorbereitet “Vor Ort”. Sie haben sich gut eingelebt und haben viel Freude bei der Arbeit mit den Kindern. Sie lernen, die brasilianische Lebensart zu erkennen und zu respektieren – setzen aber auch behutsam an, positive Veränderungen – in Absprache mit der Leiterin der Einrichtung, Frau Adriane Penna, - herbeizuführen.

Ihr konstruktiver Vorschläge, dass jedes Kind zur “Läuseprophylaxe”  ein eigenes Handtuch beim täglichen Mittagsschlaf in der Creche unter den Kopf legen soll, um eine Verbreitung von regelmäßig auftretenden Kopfläusen zu vermeiden, wurde gerne angegriffen.

Der Arbeitskreis überlegt, ob er den Kauf einer Waschmaschine für die tägliche Wäsche dieser Tücher finanziell unterstützen soll.

Viola und Sophia war aufgefallen, dass die Kinder erst ab einem Alter von 5 Jahren an das Zähneputzen herangeführt werden. Süßigkeiten sind verhältnismäßig billig und werden in großen Mengen konsumiert – traditionell wird beim Backen viel Zucker verwendet - . Dementsprechend ist der Zustand der Zähne der Kleinen unglaublich schlecht. Die in Brasilien auf dem Markt angebotene Kinderzahnpaste enthält Zusatzstoffe, die, wenn die Kleinen sie herunterschlucken, gesundheitsschädigend sind.

600 gespendete Kinderzahnbürsten und gesundheitsunschädliche Kinderzahnpasta sind nun auf dem Weg nach Sete Lagoas. Und die beiden Essener Frauen werden sich vor Ort um einen regelmäßigen Einsatz, auch bei den Kleinsten kümmern.

Der Arbeitskreis bemüht sich, einen Zahnarzt zu finden, der die Kleine einmal “ehrenamtlich” untersucht und behandelt.