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1. Rundbrief, November 2007 Mein Projekt & meine Arbeit
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Was es sonst noch zu erzählen gibt… Doch die Arbeit ist ja nicht alles. Die 15 Stunden eines jeden Tages, die ich nicht im Projekt verbringe, möchten ja manchmal mehr, manchmal weniger sinnvoll genutzt werden und ich bin ja schließlich auch hier um Land und Menschen kennen zu lernen.
Wohnsituation Sophia und ich wohnen zusammen mit einer Studentin und einer 45jährigen Frau, deren Kinder bereits studieren, in einem kleinen Häuschen. So müssen wir nach der Arbeit zu Hause nicht nur weiter portugiesisch sprechen, sondern lernen auch die brasilianische Lebensweise kennen.
Freizeit Anfangs war mit mir nach der Arbeit nichts mehr anzufangen. Ich habe mich nur noch aufs Bett fallen lassen und gelesen. An einen 8 Std. Arbeitstag musste ich mich erst einmal gewöhnen. Doch diese Woche habe ich nun endlich mit Capoeira angefangen, einem brasilianischen Kampftanz, der zur Kolonialzeit von aus Afrika eingeschifften Sklaven praktiziert wurde. So wie es aussieht heißt es von nun an 3 Mal die Woche Training. Ein guter Ausgleich zur Arbeit mit den Kindern & Jugendlichen! Einmal die Woche habe ich noch Portugiesischunterricht, der mir wirklich Spaß macht. An den Wochenenden werden Sophia und ich oft von Freunden eingeladen. So waren wir z.B. schon ein paar Mal mit Freunden, auf deren Fazenda (ehem. Guts-/Bauernhof außerhalb der Stadt), wo sich an den Wochenenden immer die ganze Familie trifft und es Churrasco gibt, d.h. leckeres Fleisch gegrillt und klein geschnitten auf einem Teller in der Mitte des Tisches für alle gibt.
Wie geht es mir eigentlich? Mir geht es fabelhaft! Bei SERPAF wurde ich sehr herzlich und mit offenen Armen empfangen und auch alle anderen Menschen, denen ich bis jetzt begegnet bin und die ich kennen gelernt habe sind unglaublich freundlich, herzlich und hilfsbereit, sodass ich mich hier wirklich nur wohl fühlen kann! Ich bin froh hier zu sein, freue mich riesig wenn ich den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann, weil ich eine Wunde, die sie mir zeigen vorsichtig bepuste und sie in den Arm nehme, die 7jährige Thaís (eines meiner Förderkinder) sich an mich schmiegt und mich traurig fragt “Warum hast du mich heute nicht aus der Gruppe geholt?” oder Shirley (auch ein Förderkind) nicht in die Pause gehen will, sondern lieber weiter lesen üben möchte. Ich freue mich noch auf die 10 Monate, die noch vor mir liegen, auf alles, was ich noch von Brasilien und seinen Menschen lernen kann! Ich danke euch/Ihnen allen von Herzen, dass ihr/Sie durch eure/Ihre Spenden mir diesen Freiwilligen Friedensdienst ermöglicht/ermöglichen! Auf meiner Internetseite http://viola.kammertoens.de sind weitere Fotos zu sehen und Berichte zu lesen! Schaut/Schauen Sie doch einfach mal dort vorbei! Ich freu mich über jeden Besuch! Ganz liebe sonnige Grüße, bzw. “abraços e um beijo”, wie der Brasilianer sagt, eure / Ihre Viola
Kontakt Viola Rebekka Kammertöns viola@kammertoens.de
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